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Ernährungsberaterin nach den Fünf Elementen (TCE)

 

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Ernährung nach den Fünf Elementen
(veröffentlicht mit kleinen Änderungen in Schrot & Korn 4/96 in der Reihe "Bewusste Ernährung")

 Die Ernährung nach den Fünf Elementen ist die Übertragung der Traditionellen Chinesischen Ernährungslehre auf die bei uns im Westen gebräuchlichen Lebensmittel. Sie ist auch sehr gut für Vegetarier geeignet. In China werden seit Jahrtausenden Beobachtungen hinsichtlich Kräutern und Lebensmitteln gemacht, die von Generation zu Generation weitergegeben wurden und werden.

   Die Chinesiche Ernährungslehre sieht ihre Funktion vor allem darin, über eine vollwertige Ernährung den Organismus so zu stärken, dass sich Krankheit erst gar nicht ausbreiten kann. Am wichtigsten ist die Erkenntnis: "Lebensmittel üben nach dem Verzehr eine thermische Wirkung im Körper aus." Das soll bedeuten, es gibt Lebensmittel, die den Menschen von innen her abkühlen, und andere, die ihn von innen her erwärmen.
   Diese werden nach Yin-Yang-Prinzip eingeteilt: Yin steht für Kälte und Flüssigkeit, Yang steht für Wärme und Trockenheit. Stark yinhaltige Nahrungsmittel haben eine kühlende Wirkung auf den Organismus (hauptsächlich säftehaltige wie Kiwi, Orange, Ananas, Wassermelone, Gurke, Tomate, Schwarztee, Wasser). Weniger yinhaltige Nahrungsmittel haben eine erfrischende thermische Wirkung (Apfel, Birne, Avocado, Paprika, Blumenkohl, Bananen, Sauermilchprodukte, Dinkel, Reis, Gerste). Erfrischende Getränke sind Apfelsaft, Pfefferminz-, Kamillen- und Früchtetee. Werden Obst und Gemüse in gekochter Form verzehrt, kann der Körper diese Speisen leichter in Säfte umwandeln. Erfrischende Speisen ergänzen immer wieder aufs Neue die Körperflüssigkeit. Im Yin-Yang-Gleichgewicht stehen neutrale Nahrungsmittel. Dazu gehören alle Kohlsorten, Karotten, grüne Bohnen, Hülsenfrüchte, Hirse, Mais, Polenta, und als Getränk ist Traubensaft zu nennen. Yanghaltige Nahrungsmittel sind Süßkirsche, Aprikose, Trockenobst, Nüsse, Kürbis, Fenchel, Lauch, Knoblauch, Meerrettich, Gewürze, Hafer, Grünkern, Fleisch und Fisch. Als Getränke wirken erwärmend Anis-, Fenchel-, Yogi- und Mu-Tee.

Alle Organe brauchen Wärme
   Zuviel Kälte (Yin) im Körper führt zu Stauungen, die sich später als Krankheit äußern. Zuviel Hitze (Yang) im Körper führt zu aggressivem Verhalten und zu Schlafstörungen. Die Ernährung nach den Fünf Elementen ist immer auf einen Ausgleich bedacht, womit sich auch erklären lässt, dass jahreszeitlich verschieden gegessen wird.
   Beachtung schenkt die Ernährungslehre auch seelisch-geistigen Zuständen, wie Freude, Zorn, Wut (Yang) oder Trauer, Frustration und Angst (Yin). Diese Gefühle können den Menschen erhitzen oder abkühlen. Wenn nun die Temperaturwirkung der Lebensmittel verstanden wurde, kann über das Essen ein Ausgleich geschaffen werden. Die Richtigkeit der Thesen dieser Ernährungslehre ist nicht wissenschaftlich nachgewiesen. Falls Sie häufig frieren, probieren Sie doch einfach einmal Folgendes aus: Beginnen Sie den Tag mit einem erwärmenden Frühstück. Dazu Fenchel-, Anis- oder Yogitee. Zu Mittag essen Sie eine Gemüsesuppe mit vielen Gewürzen oder einen Gemüseeintopf. An diesem Tag werden Sie eine angenehme Wärme in Ihrem Körper verspüren, die Sie aktiv sein lässt.
   An einem weiteren Tag probieren Sie es mit einem Obstfrühstück, Müsli mit Jogurt oder auch einer Marmeladensemmel, dazu ein Glas Orangensaft oder Schwarztee. Mittags verzehren Sie ein Käsebrot und einen Salat. An Händen und Füßen werden Sie Kälte verspüren, die Ihre Freude und Aktivität bremst. Leute mit innerer Hitze können den Gegenteil des oben Beschriebenen feststellen. Ihnen wird die Kälte guttun, die Hitze dagegen wird sie übermäßig reizen. Lassen Sie sich auf diesen Test ein. Sie werden erstaunt sein!
   Für den Laien ist es nicht immer leicht, sich selbst richtig einzustufen, da es die unterschiedlichsten Yin-Yang-Klassifizierungen gibt. Es ist hier empfehlenswert, sich von einer qualifizierten Person beraten zu lassen.
   Bei dieser Ernährungslehre werden industriell verarbeitete, bestrahlte, tiefgefroren und in der Mikrowelle erwärmte Speisen abgelehnt: Solche Nahrungsmittel sind ihrer Vitalenergie beraubt, sie haben die Fähigkeit verloren, dem Organismus Energie zu liefern.
   Eine weitere wichtige Erkenntnis der Ernährung nach den Fünf Elementen ist, dass Lebensmittel aufgrund ihres Geschmacks eine direkte Wirkung auf die Organe haben. Sauer wird der Leber zugeordnet, bitter dem Herzen, süß der Milz, scharf der Lunge und salzig den Nieren. Bei der Zubereitung der Gerichte wird folgerichtig darauf geachtet, dass in einem Gericht alle fünf Geschmacksrichtungen (Fünf-Elemente-Ernährung) vertreten sind.

Hier ein Rezept zum Ausprobieren (energiereiches Frühstück für ausgepowerte Personen):
 
Knusperflockenfrühstück mit Apfelkompott

500 g grobe Haferflocken
125 g Butter
150 g grob geriebene Haselnüsse
100 g Honig
Apfelkompott (ohne Zucker)

Bei mittlerer Hitze die ersten drei Zutaten zusammen in der Pfanne rösten, die Pfanne beiseite schieben, und, wenn die große Hitze gewichen ist, den Honig darübergeben und verrühren. In einer fest verschlossenen Dose halten sich die Knusperflocken einige Wochen lang frisch. Eine Portion in die Schale geben, mit warmem Apfelkompott servieren. Im Winter Zimt, Sternanis oder geriebenen Ingwer zugeben.

Wirkung: Baut Energie auf.
(Hafer fördert die Aktivität, also bitte nicht essen bei ständiger innerer Unruhe und Neigung zu aggressivem Verhalten.)

 

Copyright © 2002-2015 Marianne Lang, Ernährungsberaterin nach den Fünf Elementen (TCE), Hagelstadt

Stand: 2015-11-27